Aktuelle Projekte

Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011 - 2020

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade der biologischen Vielfalt erklärt. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz haben in Deutschland die Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011 – 2020 eingerichtet.

Projektauszeichnungen als Qualitätssiegel
Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist gewesen, in der Gesell-schaft mehr Verständnis und Engagement für das Thema zu schaffen sowie bestehende Aktivitäten zu würdigen. Die Projektbewerbe „Biologische Vielfalt“ und „Soziale Natur – Natur für alle“, haben gezeigt, dass es verschiedene Wege gibt, sich für den Erhalt der Biodiversität einzusetzen. Während im Hauptwettbewerb „Biologische Vielfalt“ Beiträge zum Erhalt der Biodiversität gewürdigt wurden, ging es im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ um Projekte, die Natur mit sozialem Zusammenhalt verbinden.
Breite gesellschaftliche Beteiligung
Die Vielfalt der gesellschaftlichen Gruppen, die sich an den beiden Wettbewerben beteiligten, war beeindruckend. Es gehörten dazu: staatlicher/nicht-staatlicher Natur-schutz, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Kirchen und Religionsgemein-schaften, Kommunen, Bildung und Wissenschaft, Sozialverbände und Gesundheit.
Biodiversität und soziale Fragen
Mit dem Sonderthema „Soziale Natur – Natur für alle“ hat die UN-Dekade zudem zu einem neuen Verständnis für die Schnittstellen zwischen Biodiversität und sozialen Fragen beigetragen. Dabei standen vier Bereiche im Fokus: „Gemeinschafts-grün“, „Naturerfahrungsräume und Naturer-lebnisse für junge Menschen“, „Unterstützende Maßnahmen in der Lebenshilfe und Betreuung“ sowie „Inklusion und Teilhabe“.
Über 1.000 UN-Dekade Projekte
Im Laufe der vergangenen Dekade sind mehr als 1.000 UN-Dekade-Projekte ausge-zeichnet worden: 773 Projekte im Bereich „biologische Vielfalt“, 250 im Bereich „Soziale Natur – Natur für alle“. Dass sich die Auszeichnungen mit diesem Qualitätssiegel insbesondere auch für die Projekte gelohnt haben, belegt die Befragung der Projektträger durch die UN-Dekade Geschäftsstelle.
Öffentliche Bekanntheit, Motivation und neue Impulse

Für 76% der Projekte hat sich ihre öffentliche Bekanntheit und Wahrneh-mung verbessert; bei 77% war ein zusätzlicher Motivationsschub im Projektteam zu verzeichnen; und bei 61% der Projekte haben sich in Verbindung mit der Projektauszeichnung neue Aktivitäten entwickelt oder sind neue Personen hinzugekommen.

Bekannte Laudator/innen aus Politik und Gesellschaft

Einen wesentlichen Beitrag zu diesen Ergebnissen haben zum einen die Projektträger mit ihrem Engagement geleistet und zum anderen die über 1.000 Laudator/innen mit ihrem Einsatz. Aktiv waren hier viele Minister/innen aus dem Bundesländern, Landräte/innen, Bürgermei-ster/innen ebenso wie viele der UN-Dekade Botschafter/innen und UN-Dekade Jury-mitglieder, Vertreter/innen aus dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz sowie die Bundesumweltministerin.

Kooperationspartner: intention Werbe-agentur GmbH.

Auftraggeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Bundesumweltministerium (BMU).




 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wertschöpfung mit alten Sorten und alten Rassen (AgroBioNet)

Alte Nutzpflanzensorten und alte Nutztierrassen bilden ein wichtiges Element biologischer Vielfalt. Oft verfügen sie über interessante Eigenschaften und eine beeindruckende regionale Historie. Leider sind viele Sorten und Rassen in den vergangenen Jahrzehnten fast verloren gegangen und finden sich heute in den Roten Listen der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen und Nutztierrassen wieder.

Ländliche Wertschöpfung, regionale Historie und biologische Vielfalt

Viele dieser Pflanzensorten und Tierrassen weisen beson-dere Merkmale im Hinblick auf Geschmack, Aussehen, Erzeugung oder Inhaltsstoffe auf. Dadurch bieten sie ein interessantes Feld für Produktinnovationen aus ländlichen Regionen. Darüber hinaus leistet ihre „Wiederbelebung“ wertvolle Beiträge, um regionale Geschichte, Traditionen und Spezialitäten zu reaktivieren. Das fördert die Identität in den ländlichen Gebieten und unterstützt die Image- und Markenbildung im Wettbewerb der Regionen. Diese neue, traditionelle Vielfalt mit alten Sorten und alten Rassen verbindet Wertschöpfung und Beschäftigung mit Tradition und Geschichte und dem Erhalt biologischer Vielfalt.

Produktinnovationen und betriebliche Differenzierung

Erste Unternehmen verzeichnen Erfolge mit diesen Lebensmittelspezialitäten. Sie nutzen die vielversprechenden Möglich-keiten, um sich damit im Wettbewerb von üblichen Standards abzuheben und zu differ-enzieren. Dabei setzen sie immer wieder auf regionale Wertschöpfungsketten.

21 Good-Practice Beispiele und sieben Erfolgsfaktoren
21 erfolgreiche Praxisbei-spiele aus den Bereichen Fleisch, Ge-treide, Obst, Gemüse und Wein wurden einer detaillierten Analyse unterzogen. Die Analyse bietet wertvolle Einblicke in die Praxis ländlicher Regionen und Unternehmen. Darüber hinaus hat die Untersuchung zu sieben Erfolgsfaktoren geführt, die Projekte zur Wertschöpfung mit alten Sorten und alten Rassen begünstigen.
Empfehlungen für Politik und Verwaltung

In Verbindung mit den Erfolgsfaktoren haben wir zudem Empfehlungen für Politik und öffentliche Verwal-tung entwickelt, die wertvolle Beiträge dazu leisten können, die Potenziale, die das Thema ländlichen Regionen bietet, zu mobilisieren und den Erhalt biologischer Vielfalt durch eine nachhaltige Nutzung zu fördern.

Kooperationspartner: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft.

Förderung: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Kontakt

Dipl.-Biol. Arno Todt

Chemiepark Knapsack
Briefadresse
50351 Hürth
Besucher-/Zustelladresse
Industriestraße
50354 Hürth

Tel. 02233 - 4814-52
Fax. 02233 - 4814-50
E-Mail:
Arno.Todt(a)nova-Institut.de